Glossar – wichtige Begriffe erklärt

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Hier findet ihr einen Überblick über häufig vorkommende Fachbegriffe in der Fotografie.

Abbildungsmaßstab

Der Abbildungsmaßstab ist das Verhältnis zwischen der Größe einer optischen Abbildung und der tatsächlichen Größe eines Objekts. Bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1 wird ein Gegenstand also in Originalgröße auf dem Sensor abgebildet, bei 1:2 ist die Abbildung halb so groß.

Abblendtaste

Mit der Abblendtaste wird die Blende auf den eingestellten Wert geschlossen, das Sucherbild zeigt dann den richtigen Schärfeverlauf.

Achromat

Ein Achromat ist eine Linsenkombination, die chromatische Abweichungen für zwei verschiedene Wellenlängen des Lichts ausgleicht.

Active D-Lighting

Das Active D-Lighting passt die Belichtung bei der Aufnahme an und hebt bei der JPEG-Umwandlung dunkle Tonwerte an. Besonders bei kontrastreichen Motiven werden dadurch die Detailverluste in den Lichtern und den schattigen Bildbereichen reduziert. Bei der Entwicklung des RAW-Formats wird die Active-D-Lighting-Einstellung nur von Nikon-Software erkannt.

Adobe RGB

siehe Farbraum

AE-L

Die Funktion AE-L (Autoexposure Lock) dient zur Fixierung der Belichtungseinstellung.

AF-L

Mit AF-L (Autofokus Lock) wird der Autofokus temporär abgeschaltet und damit die Entfernungseinstellung fixiert, eine manuelle Scharfstellung ist aber möglich.

Apochromat

Ein Apochromat ist eine Linsenkombination, die chromatische Abweichungen für drei Wellenlängen des Lichts korrigiert.

Asphärische Linse

Normale Linsen sind sphärisch, die Oberflächenform entspricht einem Teil einer Kugel. Die Oberfläche einer asphärische Linse weicht von dieser Form ab, dadurch können Abbildungsfehler reduziert werden.

Auflösung

Bei Bildsensoren und digitalen Bildern versteht man unter Auflösung die Anzahl der Pixel in der Breite und Höhe. Beim Druck eines Bildes wird die Auflösung in dpi (dots per inch) oder ppi (pixel per inch) angegeben. Daraus lässt sich also ableiten, wie viele Punkte pro Zoll (= 2,54 cm) der Druck enthält. Eine übliche Druckauflösung ist 300 dpi, die für die meisten Ansprüche völlig zufriedenstellend ist. Aus der Pixelanzahl eine Bildes und der gewünschten Druckauflösung lässt sich die maximale Druckgröße berechnen. Bei 6.000 × 4.000 Pixeln ergibt sich bei 300 dpi eine maximale Größe von etwa 51 × 34 cm.
Bei digitalen Bilddateien wird oft eine Auflösung von 72 dpi angezeigt. Diese Angabe hat jedoch keine Bedeutung für die Qualität eines Bildes, sondern nur für die aus diesem Wert resultierende Bildgröße beim Druck.

Autofokus (AF-S, AF-C)

Als Autofokus bezeichnet man ein System, das automatisch die Entfernungseinstellung am Objektiv vornimmt. Die gebräuchlichsten Methoden sind der Kontrast- und der Phasen-Autofokus. Die einmalige Scharfstellung wird als AF-S bezeichnet, bei AF-C wird der Fokus kontinuierlich nachgeführt.

AWL (Advanced Wireless Lighting)

Als Advanced Wireless Lighting bezeichnet Nikon die drahtlose Fernsteuerung von Systemblitzgeräten über Lichtimpulse. Ein Masterblitzgerät übernimmt dabei die Steuerung von bis zu drei Gruppen, die jeweils aus mehreren Blitzgeräten bestehen können. Diese Blitzgeräte müssen mit dem Creative Lighting System von Nikon kompatibel sein und über die Remote-Funktion verfügen.

Available Light

Als Available Light wird das Fotografieren mit verfügbarem Licht bezeichnet. Auf den Einsatz von zusätzlichem Blitz- oder Dauerlicht wird also verzichtet, entweder weil es stören würde, zum Beispiel im Theater, oder um die Lichtstimmung in der Aufnahme zu erhalten. Wenn kein Stativ verwendet wird, sind lichtstarke Objektive und/oder eine hohe Lichtempfindlichkeit nötig.

Belichtungsreihe

Bei einer Belichtungsreihe werden von einem Motiv mehrere Fotos aus demselben Blickwinkel, aber mit verschiedenen Belichtungen angefertigt. Entweder wird aus der Reihe das Foto mit der besten Belichtung ausgewählt, oder die Aufnahmen werden später zu einem HDR-Bild (High Dynamic Range) mit sehr hohem Dynamikumfang kombiniert. Eine Belichtungsreihe kann manuell durch verschiedene Belichtungseinstellungen oder automatisch mit der Bracketing-Funktion (BKT) erzeugt werden.

Belichtungsmessung

Für die richtige Einstellung von Verschlusszeit, Blende und Empfindlichkeit ist zuvor eine Belichtungsmessung notwendig. Die in Kameras eingebaute Belichtungsmessung funktioniert nach dem Prinzip der Objektmessung, gemessen wird also das vom Motiv reflektierte Licht.
Kameras von Nikon verfügen mit der Matrixmessung, der mittenbetonten Messung, der Spotmessung und der lichterbetonten Belichtungsmessung über vier verschiedene Methoden zur Belichtungsmessung.
Bei der Matrixmessung werden verschiedene Bereiche des Bildfeldes gemessen und analysiert. So wird auch der Kontrast eines Motivs berücksichtigt.
Die mittenbetonte Messung bildet einen Durchschnittswert und ist insbesondere bei Gegenlicht anfälliger für Unterbelichtungen.
Die Spotmessung berücksichtigt bei der Messung nur einen kleinen Bereich, der bei Nikon an das aktive Autofokusmessfeld gekoppelt ist.
Bei der lichterbetonten Belichtungsmessung werden im gesamten Bildfeld die hellsten Bereiche berücksichtigt. Die Belichtung wird so gesteuert, dass dort die Zeichnung erhalten bleibt.

Bildkreis

Jedes Objektiv erzeugt ein kreisförmiges Bild, das zum Rand hin zunehmend unschärfer und dunkler wird. Der in der Bildebene noch scharf ausgezeichnete Bereich wird als Bildkreis bezeichnet. Der Bildkreis eines Objektivs sollte mindestens so groß sein wie das Film- oder Sensorformat.

Bildstabilisator (VR)

Ein Bildstabilisator gleicht unerwünschte Kamerabewegungen bei der Freihandfotografie aus und ermöglicht dadurch längere Belichtungszeiten ohne Verwacklungsunschärfe.

Bildwinkel

Der Bildwinkel gibt Auskunft über die Größe des Bildausschnitts. Je größer die Brennweite des verwendeten Objektivs ist, desto kleiner ist der Bildwinkel und desto größer die Abbildung des Motivs. Der Bildwinkel hängt aber nicht nur von der Brennweite ab, sondern auch von der Größe des Bildsensors beziehungsweise des Bildfeldes. Je kleiner der Sensor ist, desto kleiner ist der Bildwinkel und umgekehrt. Auch die Bildweite, also der Abstand von der Hauptebene des Objektivs zum Sensor, verändert den Bildwinkel. Wenn man bei der Makrofotografie den Abstand zum Beispiel durch Zwischenringe vergrößert, wird der Bildwinkel kleiner und die Abbildung des Motivs entsprechend größer.
Meistens wird bei den Angaben zu Objektiven der diagonale Bildwinkel genannt, der horizontale und der vertikale Bildwinkel sind, abhängig vom Seitenverhältnis, entsprechend kleiner.

BKT

Abkürzung für Bracketing, siehe Belichtungsreihe

Blende

Die Blende ist eine runde Öffnung im Objektiv, deren Durchmesser in der Regel verändert werden kann. Dadurch werden die Schärfentiefe und die Helligkeit des vom Objektiv erzeugten Bildes beeinflusst. Die Blendenzahl gibt das Verhältnis der Brennweite zum Durchmesser der Öffnung an. Daher steht eine große Blendenzahl für eine kleine Öffnung.

Blendenstufe

Als Blendenstufe wird die Verdopplung beziehungsweise Halbierung einer Lichtmenge bezeichnet. Die Blendenzahl ändert sich bei einer Blendenstufe um den Faktor 1,4 (exakt √2), da die Fläche der Blendenöffnung quadratisch vom Radius abhängt.

Blendenautomatik S

Bei der Blendenautomatik stellen Sie die Verschlusszeit an der Kamera ein, und die Automatik wählt die zu den Lichtverhältnissen passende Blende. Sie wird auch als Zeitvorwahl bezeichnet, der Buchstabe S steht für Shutter Priority (Verschlusspriorität).

Blitzsynchronzeit

Als Blitzsynchronzeit wird die kürzeste Verschlusszeit bezeichnet, bei der der Bildsensor noch komplett freigegeben wird. Bei kürzeren Verschlusszeiten würde nur ein Teil des Sensors vom Blitzlicht beleuchtet werden.

Bokeh

Die Ästhetik der Unschärfeabbildung eines Objektivs wird als Bokeh bezeichnet. Es gilt als schön, wenn die Zerstreuungskreise möglichst rund und gleichförmig sind. Ringförmige Zerstreuungskreise erzeugen dagegen einen unruhigen Hintergrund.

Brennweite

Die Brennweite ist die Entfernung zwischen dem optischen Mittelpunkt eines Objektivs (Hauptebene) und dem Brennpunkt. Sie hat direkten Einfluss auf den Bildausschnitt. Kurze Brennweiten (Weitwinkel) ergeben einen großen, lange Brennweiten (Tele) einen kleinen Bildausschnitt, Zoomobjektive haben eine veränderbare Brennweite.
Die Brennweitenangabe auf dem Objektiv bezieht sich immer auf eine Entfernungseinstellung auf unendlich.

Bulb

Die Einstellung BULB wird zur Langzeitbelichtung verwendet. Solange der Auslöseknopf gedrückt wird, bleibt der Verschluss geöffnet. Bei Nikon sind so Belichtungszeiten von maximal 30 Minuten möglich.

Chromatische Aberration

Die Chromatische Aberration ist ein Abbildungsfehler bei Objektiven. Lichtstrahlen werden abhängig von ihrer Wellenlänge unterschiedlich gebrochen und treffen somit nicht exakt auf demselben Punkt der Bildebene auf. Dadurch entstehen besonders an Hell-Dunkel-Übergängen grüne und rote Farbsäume.

CLS

Das Creative Lighting System (CLS) ist der Blitzstandard bei allen aktuellen digitalen Spiegelreflexkameras von Nikon und beinhaltet neben der i-TTL-Blitzsteuerung auch die drahtlose Blitzsteuerung AWL (Advanced Wireless Lighting).

CMOS

CMOS ist die Abkürzung für Complementary Metal Oxide Semiconductor und beschreibt eine bestimmte Art von elektronischer Schaltung. Genau wie die CCD-Sensoren basieren diese Sensoren auf dem fotoelektrischen Effekt und wandeln das auftreffende Licht in elektrische Ladung um. Das Auslesen der Informationen geht beim CMOS-Sensor deutlich schneller als bei einem CCD-Sensor.

Crop/Crop-Faktor

Als Crop (to crop = abschneiden) wird allgemein ein Bildausschnitt bezeichnet. Der Crop-Faktor beschreibt das Größenverhältnis eines Sensors zum Kleinbildformat (FX-Format). Mit diesem Faktor lassen sich tatsächliche Brennweiten auf die äquivalente Brennweite am Kleinbildformat umrechnen. Aufgrund der langen Tradition der Kleinbildfotografie haben viele bei einer Brennweitenangabe für das Kleinbildformat eine Vorstellung vom Bildausschnitt.

dpi

siehe Auflösung

DX

Nikon bezeichnet die Sensorgröße von ca. 16 × 24 mm als DX-Format, ein Sensor im Kleinbildformat (35,9 mm × 24 mm) wird mit FX bezeichnet. Die Sensordiagonale ist beim FX-Format um den Faktor 1,5 größer.

EBB/EBV

Abkürzungen für elektronische Bildbearbeitung beziehungsweise für elektronische Bildverarbeitung

Eintrittspupille

Die Eintrittspupille ist im Prinzip die Größe der Blendenöffnung, wenn Sie von vorn durch ein Objektiv schauen. Wenn man die Brennweite des Objektivs durch den Durchmesser der Eintrittspupille teilt, erhält man den Blendenwert.

EV

Exposure Value, siehe Lichtwert (LW)

Exif

Exif (Exchangeable Image File Format) ist ein Standardformat für das Abspeichern von Metadaten in digitalen Bildern. Zu den Metadaten zählen zum Beispiel der Kameratyp, Datum und Uhrzeit, das Objektiv, die Brennweite, die Blende und der ISO-Wert.

Farbraum

Ein Farbraum ist eine bestimmte Menge von Farben. Man spricht deshalb von einem Raum, da für die Angabe einer bestimmten Farbe immer drei Koordinaten nötig sind. Grundlage für Aufnahme und Wiedergabe von Farben ist der CIE-Normfarbraum (CIE: Commission Internationale de l’Éclairage). Dieser Farbraum umfasst alle vom Menschen wahrnehmbaren Farben. Da zum Beispiel ein Monitor weniger Farben darstellen kann, arbeitet man in der digitalen Fotografie mit kleineren Farbräumen, der gebräuchlichste ist der sRGB-Farbraum. Der Adobe-RGB-Farbraum enthält etwas mehr Farben, für eine korrekte Farbwiedergabe ist aber wichtig, dass der Farbraum bei der Wiedergabe erkannt wird. Für eine exakte Darstellung von Farben ist die Verwendung von Farbprofilen notwendig.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur ist ein Maß für die Farbcharakteristik einer Lichtquelle. Die Farbtemperatur wird in Kelvin angegeben und bezieht sich auf die Temperatur, auf die man einen schwarzen Körper aufheizen müsste, damit er Licht der gleichen Farbe abgibt. Es wird umso bläulicher, je höher die Temperatur ist. Das Licht einer Glühlampe hat eine Farbtemperatur von etwa 2.700 K, Sonnenlicht ca. 5.500 K. Die Farbtemperatur sagt allerdings nichts über die Qualität einer Lichtquelle aus. Eine Lichtquelle, die sich auf ein paar schmale Spektralbänder beschränkt, kann die gleiche Farbtemperatur aufweisen wie eine mit kontinuierlichem Farbspektrum.
Neben der Einheit Kelvin wird auch Mired zur Angabe der Farbtemperatur verwendet. Die Einheit Mired hat den Vorteil, dass eine Verschiebung um einen bestimmten Wert immer dieselbe Farbverschiebung beschreibt, während die Abstände zwischen Kelvin-Werten nicht linear sind. Die Werte lassen sich nach folgender Formel umrechnen: Mired = 1.000.000/Wert in Kelvin.

Focus-by-wire

Nikon AF-Objektive mit dem Z-Bajonett verfügen über eine Focus-by-wire-Technik, das bedeutet, dass die Linsen auch bei der manuellen Fokussierung per Motor bewegt werden. Die Drehbewegung des Objektivrings wird also elektrisch übertragen. Die manuelle Entfernungseinstellung bleibt beim Ausschalten der Kamera nicht erhalten.

FP-Kurzzeitsynchronisation

Die FP-Kurzzeitsynchronisation (FP = Flat Peak: „flache Spitze“) ermöglicht den Einsatz von Blitzlicht auch bei kürzeren Verschlusszeiten als der Blitzsynchronzeit und erweitert so die Möglichkeiten der Bildgestaltung mit großen Blendenöffnungen bei heller Umgebung. Dazu zündet das Blitzgerät während der gesamten Laufzeit der beiden Verschlussvorhänge eine Reihe sehr schnell aufeinanderfolgender Blitze.

FX

FX ist bei Nikon die Bezeichnung für einen Sensor im Kleinbildformat (35,9 × 24 mm). Die Diagonale des FX-Bildformats beträgt ca. 43 mm und ist damit 1,5-mal so groß wie die des DX-Bildfeldes (ca. 28,5 mm), die Fläche ist um den Faktor 2,25 größer.

HDR

HDR-Bilder (High Dynamic Range) haben einen sehr hohen Kontrastumfang. Dazu werden mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Belichtungen zu einem einzigen Bild verrechnet.

Histogramm

Das Histogramm ist eine grafische Darstellung der Häufigkeiten von Tonwerten in einem Bild. Dunkle Helligkeitswerte werden links dargestellt, die hellsten Tonwerte ganz rechts, je häufiger ein Tonwert in dem Bild vorkommt, desto höher ist die jeweilige Säule. Anhand des Histogramms kann der Kontrastumfang eines Bildes abgelesen und eine Über- oder Unterbelichtung erkannt werden.

i-TTL

siehe TTL

IPTC/XMP

Das IPTC-Format (International Press and Telecommunication Council) wurde zur Speicherung von Informationen – etwa Hinweisen zu den Bildrechten oder dem Namen des Fotografen – in Bilddateien entwickelt. Es wurde vom IPTC Core abgelöst und ist nun Bestandteil des von Adobe entwickelten XML-Metadatenformats XMP (Extensible Metadata Platform).

ISO

Mit dem ISO-Wert (International Organization for Standardization) wird die Lichtempfindlichkeit eines Bildsensors angegeben. Die Werte entsprechen denen, die auch schon bei Filmmaterial verwendet wurden.
Eine Verdopplung des ISO-Wertes zum Beispiel von 200 auf 400 bedeutet auch eine Verdopplung der Empfindlichkeit und damit eine Halbierung der benötigten Lichtmenge. Die Erhöhung des ISO-Wertes hat zur Folge, dass das Bildrauschen zunimmt, der Kontrastumfang kleiner und die Detailwiedergabe schlechter wird.

JPEG

Mit JPEG (Joint Photographic Experts Group) ist genau genommen ein Bildkompressionsverfahren gemeint, die Abkürzung hat sich aber auch als Bezeichnung für das JPEG File Interchange Format (JFIF) durchgesetzt.
Es ist das meistverwendete Dateiformat zur Speicherung von Bilddateien und verfügt über eine Farbtiefe von 8 Bit pro Farbkanal. Die Stärke der Komprimierung kann in einem weiten Bereich gewählt werden, so ist es möglich, Bilder in sehr guter Qualität oder als sehr kleine Datei abzuspeichern. Die JPEG-Kompression ist aber immer verlustbehaftet. Kompressionsartefakte werden am ehesten bei Flächen mit wenig Kontrast sichtbar.

Kelvin

siehe Farbtemperatur

Leitzahl (LZ)

Anhand der Leitzahl lässt sich die Reichweite von Blitzlicht berechnen:
Leitzahl : Blendenwert = Reichweite in Metern
Die Leitzahl gilt nur bei einer bestimmten Lichtempfindlichkeit, meistens wird sie für ISO 100 angegeben. Bei ISO 200 erhöht sich die Leitzahl und damit die Reichweite um den Faktor 1,4. Bei ISO 400 verdoppelt sie sich gegenüber ISO 100. Auch die Reflektoreinstellung am Blitzgerät beeinflusst die Leitzahl.

Lichtstärke

Die größtmögliche Blendenöffnung eines Objektivs wird als Lichtstärke bezeichnet. Sie wird in der Regel auf dem Objektiv angegeben. Bei Zoomobjektiven kann die Lichtstärke von der Brennweiteneinstellung abhängig sein.

Lichtwert (LW)

Lichtwert ist die deutsche Bezeichnung für Exposure Value (EV) und beschreibt eine Reihe von Zeit-Blenden-Kombinationen und damit eine bestimmte Lichtmenge, die auf den Sensor fällt. Als Lichtwert 0 ist 1 Sekunde Belichtungszeit bei Blende 1 definiert. Eine Lichtwertstufe entspricht einer Verdopplung beziehungsweise Halbierung der Lichtmenge und entspricht damit auch einer Blendenstufe. 1/2 Sekunde Belichtungszeit bei Blende 1 ist also Lichtwert 1 und 1/4 Sekunde Belichtungszeit bei Blende 1 Lichtwert 2. Die Lichtempfindlichkeit des Sensors ist bei der Angabe eines Lichtwertes nicht enthalten. Um eine bestimmte Motivhelligkeit anzugeben, muss zusätzlich ein ISO-Wert genannt werden. Der Lichtwert 10 bei ISO 100 entspricht bei ISO 200 dem Lichtwert 11 und bei ISO 400 dem Lichtwert 12.

Live View (LV)

Als Live View bezeichnet man bei digitalen Spiegelreflexkameras die Übertragung des elektronischen Signals des Bildsensors in Echtzeit (live) auf den Kameramonitor. Dann werden der Bildausschnitt und die Bildkomposition nicht mehr über den optischen Sucher, sondern über den eingebauten Monitor vorgenommen.

Master

siehe AWL (Advanced Wireless Lighting)

Matrixmessung

siehe Belichtungsmessung

Mittenbetonte Messung

siehe Belichtungsmessung

NEF

Nikon Electronic Format, siehe RAW

Pixel

Ein Pixel (picture element) ist die Bezeichnung für einen Bildpunkt eines digitalen Bildes.

Programmautomatik P

Die Programmautomatik steuert nach der Belichtungsmessung die Einstellung für Blende und Belichtungszeit abhängig vom Objektiv und der verwendeten Brennweite anhand einer Programmkennlinie. Mit einem Programmshift können Sie die Kombination von Blende und Belichtungszeit verändern.

Rauschen

Genau wie beim Ton werden auch beim Bild unerwünschte Störungen als Rauschen bezeichnet. Diese fehlfarbigen Pixel sind vor allem in dunklen Bildbereichen sichtbar und nehmen bei hohen ISO-Werten zu. Daher ist es insbesondere bei hoher Empfindlichkeitseinstellung sinnvoll, eine Rauschreduzierung vorzunehmen. Beim JPEG-Format erfolgt die Rauschreduzierung schon bei der Aufnahme in der Kamera, im RAW-Format ist die Software zur Konvertierung dafür zuständig.

RAW

RAW-Dateien enthalten die Originalinformationen des Kamerasensors nach der Digitalisierung einer Aufnahme.
Nikon verwendet bei Spiegelreflexkameras zur Speicherung von RAW-Daten das NEF-Format (Nikon Electronic Format). Durch die Farbtiefe von 12 oder 14 Bit pro Farbkanal sind wesentlich mehr Bildinformationen vorhanden als im JEPG-Format mit 8 Bit. Der Weißabgleich, die Schärfung, die Rauschunterdrückung und der Farbraum werden erst bei der RAW-Entwicklung vorgenommen und können daher ohne Qualitätsverlust verändert werden. Für die Darstellung auf dem Kameramonitor und für die schnelle Bildanzeige auf dem Computer enthalten RAW-Dateien in der Regel eine eingebettete Vorschau im JPEG-Format.
Da jeder Kameratyp seine individuellen Eigenschaften besitzt, ist bei einem neuen Kameramodell immer eine aktuelle Version der Software zur RAW-Konvertierung nötig.

Remote

Mit Remote ist allgemein die Fernbedienung von Geräten gemeint. So ist es möglich, die Kamera über einen Kabel-, Infrarot- oder Funkauslöser auszulösen. Auch bei der kabellosen Blitzsteuerung wird der Begriff Remote verwendet (siehe AWL).

Rolling Shutter Effekt

Zum Rolling-Shutter-Effekt kommt es durch den relativ langsam ablaufenden elektronischen Verschluss. Der Bildsensor wird also nicht auf einmal ausgelesen, sondern zeilenweise. Das führt dazu, dass Objekte bei schnellen Bewegungen verzerrt abgebildet werden. Bei künstlichen Lichtquellen, die das Licht nicht kontinuierlich abstrahlen, kann das hochfrequente Flackern im Bild als Streifen sichtbar werden. Bei Lichtquellen, die der Netzfrequenz folgen, können diese Streifen oft vermieden werden, indem eine Belichtungszeit gewählt wird, die mit der Netzfrequenz harmoniert, also 1/25, 1/50 oder 1/100 Sekunde. Aufgrund des Rolling Shutter ist auch die Verwendung von Blitzlicht nicht möglich, da dieser nur einen Streifen des Bildes belichten würde.

Schärfentiefe

Genau genommen bildet ein Objektiv Objekte nur in einer bestimmten Entfernung scharf ab. Je nach Bildgröße und Betrachtungsabstand erscheint aber auch ein gewisser Bereich vor und hinter dieser Ebene scharf. Dieser Bereich wird als Schärfentiefe bezeichnet. Die Ausdehnung der Schärfentiefe ist von der Brennweite, dem Aufnahmeabstand und der Größe der Blendenöffnung abhängig. Zur Berechnung der Schärfentiefe muss der maximale Zerstreuungskreisdurchmesser festgelegt werden, der noch als scharf akzeptiert wird. Üblich ist hier 1/1.500 der Sensordiagonalen.

SD-Speicherkarte

Die Secure Digital Memory Card (sichere digitale Speicherkarte) wurde im Jahr 2001 entwickelt und ist neben der größeren CF-Karte (Compact Flash) der gebräuchlichste Kartentyp in Digitalkameras. Da der SD-Standard nur bis 2 GB definiert ist, wurden die Spezifikationen zunächst mit SDHC (bis 32 GB) und später mit SDXC (bis 2.048 GB) erweitert.

Spiegelvorauslösung

Um bei Spiegelreflexkameras Erschütterungen durch die Mechanik zu vermeiden, lässt sich mit der Spiegelvorauslösung der Spiegel schon vor der eigentlichen Aufnahme hochklappen. Dann sind die Schwingungen bis zum Öffnen des Verschlusses abgeklungen, und Unschärfen im Bild werden vermieden.

Spotmessung

siehe Belichtungsmessung

sRGB

siehe Farbraum

Teleobjektiv

Objektive mit einer längeren Brennweite als die Normalbrennweite werden im allgemeinen Sprachgebrauch als Teleobjektive bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine besondere Konstruktion, die eine Baulänge kürzer als die Brennweite zulässt. Im DX-Format beginnt der Telebereich ungefähr ab 50 mm Brennweite, ab 300 mm bezeichnet man ein Objektiv als Superteleobjektiv.

Tiefenschärfe

siehe Schärfentiefe

TTL

TTL steht abkürzend für Through the Lens und meint meistens die Belichtungsmessung durch das Objektiv. Bei der TTL-Blitzsteuerung wird auch die Blitzleistung vom Belichtungsmesser der Kamera durch das Objektiv gemessen und gesteuert. Mit i-TTL (intelligent TTL) wird die Blitzsteuerung bei den digitalen Spiegelreflexkameras von Nikon bezeichnet. Sie arbeitet mit einem Messblitz vor der eigentlichen Belichtung.

TTL BL

Die Abkürzung TTL BL erscheint im Display bei externen Blitzgeräten. Bei Nikon steht BL für Balanced Light (ausgewogenes Licht): Bei der Berechnung der Blitzleistung wird die Helligkeit des Hintergrunds mit berücksichtigt. Der interne Blitz der Nikon D5200 arbeitet außer bei der Spotmessung immer in diesem Modus.

Ultraschallautofokus

Bei modernen Objektiven wird die Entfernungseinstellung mit Hilfe eines Ultraschallmotors vorgenommen. Ultraschallmotoren haben den Vorteil, dass sie schnell und präzise scharf stellen können und für den Menschen praktisch geräuschlos sind. In einfachen Objektiven wird aufgrund der kleineren Bauform gerne ein Micro-Ultraschallmotor verwendet, bei höherwertigen Objektiven werden dagegen ringförmige Ultraschallmotoren eingebaut. Bei diesen Objektiven ist der manuelle Eingriff in die Fokussierung möglich, ohne den Autofokus abzuschalten. Nikon bezeichnet Ultraschallobjektive mit AF-S (SWM: Silent Wave Motor), andere Abkürzungen sind HSM (Hyper Sonic Motor) bei Sigma, USD (Ultra Sonic Drive) bei Tamron und SD-M (Silent Drive Module) bei Tokina.

WB

White Balance, siehe Weißabgleich

Verschluss

Der Verschluss regelt die Dauer der Belichtung. Spiegelreflexkameras verfügen in der Regel über den klassischen Schlitzverschluss. Der erste Verschlussvorhang gibt den Bildsensor frei, der zweite verschließt ihn wieder. Bei Belichtungszeiten kürzer als die Blitzsynchronzeit startet der zweite Verschlussvorhang bereits, bevor der erste am Ende angekommen ist, dann läuft quasi ein Öffnungsschlitz über den Sensor.

VR

siehe Bildstabilisator (VR)

Weißabgleich

Der Weißabgleich dient der Anpassung der Kamera an die Farbtemperatur des vorherrschenden Lichts, damit Objektfarben richtig wiedergegeben werden und graue Objekte neutral erscheinen. Da der Weißabgleich erst bei der Signalverarbeitung durchgeführt wird, kann er im RAW-Format nach der Aufnahme verlustfrei korrigiert werden.

Weitwinkel

Als Weitwinkel werden Objektive bezeichnet, die einen größeren Bildwinkel gegenüber der Normalbrennweite haben. Bei einem Sensor im DX-Format beginnt der Weitwinkelbereich ab 24 mm Brennweite. Unterhalb von 14 mm Brennweite spricht man von Superweitwinkelobjektiven.

Zeitautomatik A

Bei der Zeitautomatik stellen Sie einen Blendenwert ein, die Belichtungsautomatik wählt automatisch die Verschlusszeit. Das A steht für Aperture Priority (Blendenpriorität).

Zerstreuungskreis

Befindet sich ein Objekt außerhalb der Schärfeebene, wird jeder Bildpunkt in Form von Zerstreuungskreisen auf dem Bildsensor abgebildet. Sind diese Zerstreuungskreise sehr klein, kann man trotzdem von einer scharfen Abbildung sprechen. Um die Schärfentiefe zu berechnen, muss ein maximal zulässiger Durchmesser der Zerstreuungskreise festgelegt werden, üblich ist hier 1/1.500 der Sensordiagonalen.

Zoom

Objektive mit einer veränderbaren Brennweite werden als Zoomobjektive bezeichnet. Der Zoomfaktor beschreibt das Verhältnis zwischen der längsten und der kürzesten Brennweite.